Dienstag, 5. Mai 2015

Gut für die Öffentlichkeitsarbeiter,


dass man der Einfalt einreden kann, von der ungestalten Meinungsvielfalt hinge mehr ab als eben die höhere Anzahl von Meinungen.

Seit "quot capites  tot sententiae" hat sich noch keine Gewalt durch Diffusität des öffentlichen Geredes von ihren Plänen abbringen lassen.



Montag, 4. Mai 2015

Das Design bestimmt das Bewusstsein.


Wenn die Form sich als Inhalt präsentiert, befinden wir uns mitten im finsteren Herzen der Werbung.

Demokratie präsentiert sich als eine Form. 

Aber über ihre Eleganz hinaus kriegt man den Inhalt trotzdem zu spüren.



Anspruchstitel




Dies hier 
ist 
eine 
arschlochfreie 
Zone.


Verdammt klein, wenn ihr mich fragt.

ZUM STAND DER DINGE


Revolution
ist derzeit noch nicht einmal als Geräusch in den heiligen Hallen der linken Theoretiker vernehmbar. Alles wartet auf das Formblatt, auf dem etwaige Einwände formuliert und eingereicht werden könnten.
 
Die Fortgeschritteneren basteln derweilen an einem dislike-button.

Und wenn ihr die letzte Wurzel in eurem De-Radikalisierungsprogramm gezogen habt, werdet ihr feststellen, dass es noch nicht einmal mehr das Wort für so etwas wie Vorstellungskraft gibt.

Unzulässige Verallgemeinerungen
sind vollkommen richtige Urteile, die nur nicht bei der amtlich beglaubigten Zulassungsstelle vorbeigeschaut haben.

Wert
Innerhalb der alternativlosen Verwertungszusammenhänge das Bollwerk, an dem die Wertschätzungen als unerhebliche Beliebigkeit zerschellen.

Sonntag, 3. Mai 2015

Schönheit


Die Metaphysik der Heiden.
Sie ist nämlich das eingelöste Versprechen, dass es außer Arbeiten und Fressen noch etwa gibt.

Subjektiv-objektiv


Die ganz Schlauen unter uns insinuieren bei ihnen passender Gelegenheit gerne, dass alle, die sich zu einem objektiven Urteil hinreißen lassen, gar nicht mitkriegen, wie sie ja wieder mal so was von subjektiv seien.
Ach ja, die Erkenntnistheorie und ihre tückischen Winkeladvokaten!
Die Griechen hatte es da noch einfach mit ihrem Einfall, dass es ein hypokeimenon gäbe und ein antikeimenon, und dass man das eine vom anderen eigentlich schon unterscheiden kann.



Wer das nicht glaubt, kann ja gerne die Augen vor dem Gegenüberliegenden verschließen und ihm etwas aus dem reichen Schatz seiner Subjektivität unterstellen. Da passiert bei solchen willkürlichen Ab- und Zuschreibungen gar nichts außer Individualkultur.
Das Blöde ist bloß: befasst sich die Objektivität mal im Ernst mit so einem solchen meinenden Windei, kann es sehr leicht passieren, dass es im Unterliegen böse Blessuren davonträgt.

Friedensbewegung


Dein Staat ist mit Deinem unentwegt erbrachten Beweis der Meinungsfreiheit so sehr einverstanden, dass er sogar aus den mit dir geteilten humanitären Gründen den nächsten Krieg für unerlässlich halten wird.