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Freitag, 8. Januar 2016

Bildungsgeschichte der Barbarei in nuce

»Der Weg der neuern Bildung geht
Von Humanität
Durch Nationalität
Zur Bestialität.“
(Grillparzer)

Jedem Grantler mit pädagogischen Neigung leicht nachvollziehbar.
Ob aber die beim ethischen Universalismus einsetzende Verfallsgeschichte bei den allgemeinverbindlichen höheren Werten der Bestie angelangt ist, scheint mir doch zu ungenau.

Die angeregte Bildungsgeschichte seit dem 18. Jhdt. wäre wohl präziser zu fassen mit:
Vom Humanismus
Durch sozialen Nationalismus
Zum marktkonformen Demokratismus.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Selbstoptimierer

haben am Zustand der vorgefundenen Verhältnisse nichts auszusetzen.

Werden aber vor allem um Neujahr herum sehr kritisch und entdecken einen um den anderen moralischen Makel an sich selbst.
Den An- und Herausforderungen des Brauchbarkeitskriteriums wird man einfach besser gerecht, wenn man ein noch besserer, allseitig verendbarer (sic!) Staatsbürger wird.

Freitag, 1. Januar 2016

Montag, 28. Dezember 2015

Solange Moral

nicht begründet werden kann, bleibt sie – selbst noch in ihren skurrilsten Auspinseleien von sich distanzierenden Negationen - eine bloße einverständige Verdoppelung jener Zwangsverhältnisse, die ihre Verrenkungen hervorbringt.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Vertrauen

So ein Tunnelblick will antrainiert sein.
Am besten von dem Augenblick an, wo man als Urteilsasket das Licht der Welt mit sich erschreckt.


Montag, 21. Dezember 2015

Vegetarianer

Sind das nicht die, die den armen Kaninchen immerzu das ganze Gemüse wegfressen?
Und dieses tägliche, massenhafte Vernichten von Obst, merkt das überhaupt noch einer?

Schluss mit der Gewalt gegen die Flora dieser Welt!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Verantwortungsethik

Solange es das Wahlvolk ist, das im Vierjahresrhythmus seriell zur Verantwortung gezogen wird, kann es mit besagter Ethik nicht weit her sein.

Samstag, 19. Dezember 2015

Kompromiss

Dogmatischer Lehrsatz:
Einander ausschließende Interessen von Kontrahenten beugen sich um eines anders nicht zu habenden Vorteils willen unter ein gemeinsames Joch in Kontraktform, weil und wenn der dabei jeweils zu tragende Schaden geringer ist, als der zu erwartende Gewinn.

Undogmatische Anwendung:
Nationale Egoismen fallen automatisch vom Glauben an Europa ab, wenn sie nur noch den Schaden davon haben und nichts Erkuhhandelbares einzustreichen in Aussicht steht.

Satisfaktionsfähigkeit

Hass setzt ein gewisses Niveau auf beiden Seiten voraus. Naive Menschen mit einfältigen Weltbildern kann man nicht hassen, sondern nur bedauern oder beneiden.

Wen ich meines Hasses würdige, der beleidige mich nicht mit dem Liebesbotschaftsgesäusel.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Korruption

ist das Normale.
In einer Welt, wo die Länge des Geldbeutels über die Zugangschancen zu ihren gegenständlichen Reichtümern entscheidet, und die Anhäufung von hochpreisigen Gütern den Gradmesser gesellschaftlichen Ansehens abgibt, wäre es wundersam, wenn gerade die erfolgreich Bestechlichen sich nicht auf dem Marktplatz vollmundig gegen Vorteilsannahme aussprächen.

Nicht normal hingegen sind die zwei, drei, die sich dabei erwischen lassen, dass sie doch keine bescheuerten Styliten sind, die in menschenleeren Wüsten ihren nichtsnutzigen Kacksprech abliefern.

Der „Schweizer des Jahres“, dieser Mann auf dem dornenvollen Passionsweg für eine bessere Welt ist wer?

Sepp Blatter.

Samstag, 12. Dezember 2015

Der Klimagipfel

hat - wie von uns allen zu erwarten war - schon wieder nichts gebracht. Es sei denn, nicht sanktionierbare, bindende Absichtserklärungen wären auch schon was. 
(Und schmerzlich teuer kommt uns Steuern Zahlende das Vorhaben sowieso.)
 
Sollte das geringfügige Resultat an den ihn Aufführenden gelegen haben, gibt es eine naheliegende Überlegung: mit denen wird auch der nächste Gipfel nichts werden!

Und schon knallt mir die Konsensgesellschaft die Tür vor der Nase zu: „So einen wie dich können wir hier nicht gebrauchen.“

Stimmt. 
Ich lasse mich sowieso nicht gebrauchen. 
Obwohl, brauchen könntet ihr mich schon.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Psyche ist was Soziales.

Es gibt nichts Erquicklicheres als den Anblick eines Losers.
Es sei denn, er blicke dich aus deinem Spiegel an.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Doppelmoral

Schwer von Begriff wie ich nun mal bin, will mir einfach nicht in den Kopf, warum und bei wem der Vorwurf der „Doppelmoral“ überhaupt einen Stich machen sollte?
Was soll denn da doppelt sein, wenn die einen, wie die andern, Massen von Leuten umbringen und die Überlebenden in Flucht und schmerzdurchtobten Untergang treiben? Das Selbe nicht das Gleiche?

Das nimmt euch doch keiner ab, dass das eine Programm von hirnentkernten Killern ethisch geboten, während das andere verwerflich sei.

Oder doch?
Ob es so etwas wie moralisch verseuchte Gehirne gibt?

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Aus der Not eine Tugend machen

Diese Redensart will heute von der clever genutzten Chance in einer Zwangslage künden.

Dabei strotzt sie doch nur so vor Verachtung über das wohlfeile Taschenspielerkunststück, die zwangsweise aufgenötigten Entbehrungen zum freiwilligen frommen Fasten umzudeklarieren.

Zu Zeiten der Kirchenväter war diese Aufforderung zum Selbstbetrug allerdings noch ganz ernsthaft als tröstliche Empfehlung gedacht: wenn du schon ans Kreuz genagelt wirst, dann mache daraus ein Martyrium, also einen Beitrag zum Erlösungswerk der Menschheit.

Im heutigen Zeithorizont der massenhaft „verpassten Chancen“ wollen halt die Deppen des Wertgesetzes  lieber daran glauben, dass man aus der Scheiße, in die man bis zum Halse geritten wurde,  als gerissener Hund Geld machen kann.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Moral

Du sollst keinem Schaden zufügen.
Außer dir selbst.

Kein Wunder, dass sich keiner daran hält.

Außer jenen traurigen Gestalten, die - von ihrer Herrschaft gedungen - das müssen.
Und das – tut mir leid – ist keine Moral.

Sonntag, 29. November 2015

Gutmenschen und Systemkritiker

Neuerdings wird es hoffähig, sich als Gutmensch zu outen. Also als einer, der die Moral auf seiner Seite weiß, wenn er auf die Leute schimpft.
Das mag er gerne zu seinem Privatvergnügen tun, aber es ist ein Missverständnis, wenn dergleichen als Kapitalismuskritik ausgegeben wird.

So einer hält als nicht approbierter Ethikphilosoph oder als religiös motivierte Moralwachtel die ungeliebten Auswirkungen des Kapitalverhältnisses für abhängig vom guten oder bösen Willen seiner Agenten.

Nun ist es aber an dem, dass man seine ideelle Unterwerfung unter einen Gott namens Mammon schon gefahrlos kündigen kann, ist der inkriminierte böse Mammon aber eine Metapher für die materielle Abhängigkeit vom Kapital, tut man dies mit dem erheblichen Risiko, seine bürgerliche Existenz zu verlieren.

So ein Gutmensch versuche doch bloß einmal, seine Miete dauerhaft dem schnöden Immobilienhai vorzuenthalten, um ihm Anstand im Umgang mit seinen Mietern beizubringen.

„Unschuldige Opfer“

Eine Phrase, die sich sehr wohl schuldige Opfer vorstellen kann, und das auch in die Tat umsetzt.

Mittwoch, 25. November 2015

Sonntag, 22. November 2015

Instrumentalisierung

Wie kommt das nur, dass jede vom Untertan versuchte Instrumentalisierung, also die Verwandlung einer konkreten oder wahnhaften Realie in eine Waffe gegen den Herrn, so lächerlich wirkt?

Samstag, 21. November 2015

Finger weg von Drogen!

Die besorgten Prediger des Sozialismus sind mir deswegen so unergiebig, weil die seit Anfang unserer Zeitrechnung für alle daran interessierten Kreise so hervorragend funktionieren.