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Sonntag, 3. Januar 2016

Neulich beim Googeln..

Merkel warnt...“
Ungefähr 286.000 Ergebnisse

Putin droht...“
Ungefähr 836.000 Ergebnisse

Putin warnt...“
Ungefähr 875.000 Ergebnisse

Merkel droht...“
Ungefähr 9.310.000 Ergebnisse

Der Unterschied zwischen Warnen und Drohen besteht bei Machthabern nicht im Bedeutungsumfang der Worte oder gar ihrem Stil, sondern in der unterschiedlichen Höhe der Wahrscheinlichkeit, dass das gewünschte Ergebnis schon durch eines von beiden erreicht wird.

Freitag, 1. Januar 2016

Die Menschenrechte


sind in einem dicken Buch aufgeschrieben und eignen sich hervorragend dazu, von Außenministern propagandistisch in Stellung gebracht zu werden.
Dann ist immer viel die Rede von Freiheit.

Das Wortfeld der Unterdrückung, auf dessen Entsprechung in der Wirklichkeit das Buch die Antwort ist, muss man sich allerdings erst mühsam rekonstruieren, so sehr ist es aus dem Bewusstsein verdrängt worden.

Und Unterdrückte gibt es schon gleich gar nicht.
  • Das unterdrückte Geschlecht? Gibt es nur im Islam.
  • Hartz IVer? Alles Sozialschmarotzer.
  • Terrorherrschaft? Ist den Terroristen vorbehalten.
  • You name it. But whatever you call it:
  • MINE IS ITS DEFINITION.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Mitleid und Hass

Eine nähere Untersuchung ihrer moralischen Sortierung nach gut und böse zeigt:
Schadensbesichtigung, also das gute Mitleid mit den Opfern und der böse Hass auf deren Produzenten leitet zu ihrer Bewertung an. Denn es gibt nur unter den perversen Hausnegern des wohlfahrenden Mittelstands Mitleid mit dem Peiniger, und einen Hass auf die Geopferten.

Beide Emotionen sind nutzlose Arabesken im Blauen der Einbildung:

Das Mitleid hat noch nie zur Aufhebung seiner Veranlassung geführt.
Und die Ängstigung des Herrn vor dem Hass des Knechts ist Unsinn: die einfache Erhöhung der Opferanzahl durch ihren Produzenten schlägt in der gängigen Praxis jeden Hass auf ihn in die Flucht der Bedeutungslosigkeit.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Toleranz

ist das Ideal der staatlichen Gewalt, die es sich vorbehält, ob, und mit welcher Graduierung ihrer zahlreichen Gewaltmittel sie zuschlägt.

Demgegenüber ist dieses Ideal in den Sphären des Privatmanns lediglich das schöne Gefühl, sich ihrer bereitliegenden Gewaltmittel nicht bedient zu haben.
Andere sind ihm sowieso verboten.

Samstag, 12. Dezember 2015

Gültigkeit und Geltung

Ich bin ein Freund von Aussagen, deren Richtigkeit auch dann Bestand hat, wenn ich nicht dabei bin, um darauf aufzupassen.

Gewaltliebhaber hingegen mögen jene Prügeleien, die im Obsiegensfalle Sätze in die Welt setzt, die einer kontinuierlichen Aufsicht bedürfen, soll ihre Geltung auch allgemein anerkannt werden.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Im Sieg das Heil!

Man weiß es, man wußte es und wird es weiterhin wissen.
Aber es tut so verdammt weh. 
Beleg für die Existenz eines Ge-wissens, Mit-wissens.

Und so schreitet der Demokratisierte von einer moralischen Gewissheit zum nächsten Sieg erfolgreich in die  Selbstvernichtung der Rasse voran.

Samstag, 28. November 2015

Ein Friedensprozess

genanntes Unding macht jetzt bereits im fünften Jahrzehnt dem Frieden im nahen Osten den Prozess.

Ein vergleichbares Unding, der Demokratisierungsprozess der Türkei, war bei dessen Geburt bereits drei Dezennien älter.

So lange halten sich inexistente Wesenheiten, wenn ein politisch - gesellschaftliches Interesse an ihnen besteht.

Die Sprache bleibt bei solchen obskuren Vorgängen zwar die erste, aber nicht die einzige Tote.

Donnerstag, 26. November 2015

Eigentumsgarantie

Hinter jedem großen Vermögen steht schützend - mit mehr als einem bloßen Gummiknüppel - die Staatsgewalt, die von Anfang an mit dabei war.

Sonntag, 22. November 2015

Instrumentalisierung

Wie kommt das nur, dass jede vom Untertan versuchte Instrumentalisierung, also die Verwandlung einer konkreten oder wahnhaften Realie in eine Waffe gegen den Herrn, so lächerlich wirkt?

Mittwoch, 18. November 2015

Die fraglos Selbstverständliche

„Politisch motivierte Gewalt“ unterscheidet sich vom normalen Gewaltgebrauch dadurch, dass nur letzterer keine verständige Nachhilfe beim Verständnis ihres Zuschlagens braucht.

Legitimiertes kann nur Legales. 
Oder sollte beispielsweise der nunmehr rechtmäßig als rechtswidrig verurteilte Polizeieinsatz S21 ....nach 5 Jahren...tatsächlich.... und wer war das denn eigentlich...?
 

Montag, 16. November 2015

Die mit dem Hammer philosophieren

Einem Politiker nahezulegen, er möge doch bitte endlich mal sein Tun reflektieren lernen, verbreitet dreist die vorsätzliche Täuschung, Politiker hätten beim Geschäft des Zuschlagens um die Folgen ihres Tuns zu wissen.
Die Dreistigkeit besteht in der Zumutung an den Verstand, es sei ihm doch bitte eine wohltuende Gewalt vorstellbar.

Donnerstag, 10. September 2015

"Wer gar nicht wählt, wählt trotzdem mit."

Zu dieser These einer Mittäterschaft folgendes:

Das liegt aber nicht an der inkriminierten Weigerung, sich  für verschiedene Geschmacksrichtungen von Scheisse zu entscheiden, sondern an dem in die Welt gesetzten Abstraktum Wahl, zu dem es keine wählbare Alternative gibt.

Nach der selben Logik sind natürlich die Pazifisten schuld an den Kriegstoten, die wegen der Weigerung der Pazifisten, den Krieg siegreich beenden zu helfen, noch fallen werden.

Montag, 7. September 2015

Es gibt kein "Sich-Zerschlagen".

Wem sein Scheitern beim Kampf um die Köpfe etwas ausmacht, der hat sich von denen dumm machen lassen, die tatkräftig für seinen échec sorgten.

"Das wird sich nie durchsetzen!" platzte  den entsetzten Lesern von Petronius´ aufklärerischer Kritik am Hexenglauben im "Satyrikon" der Kragen.


Und siehe da, kaum anderthalb Jahrtausende danach verbrannten tatsächlich die Christen, was es nach Petronius gar nicht gibt, bei lebendigem Leibe.

Samstag, 4. Juli 2015

Donnerstag, 2. Juli 2015

Definitionskunst


Unter den Experten
und Rechenkünstlern
tobt ein Kampf
um den Regelbedarf
eines unantastbaren
menschenwürdigen
Existenzminimums.


Im Falle fälliger Sanktionen
erweist es sich als antastbares
Maximum,
das gekürzt werden muss.

Montag, 29. Juni 2015

Kompromisslosigkeit

Es ist schon lustig, wenn der am Drücker kompromisslos dem Unterlegenen Kompromisslosigkeit vorwirft.

Fakten

werden vom FOCUS und den etwas professionelleren Politikern geliebt: „Fakten, Fakten, Fakten.“
Und die, und nur die, gehören „auf den Tisch“.
Jeder, der damit befasst wurde, liest das schon ganz richtig als ein Unumstößliches, sich selbst als ein mit der Wahrheit identisch sich Ausweisendes.
Dabei heißt das lateinische Triumphgeschrei korrekt übersetzt bloß: „Getanes, Getanes, Getanes.“

Und daran soll es nichts der Diskussion Bedürftiges geben?
Bloß weil ein Haufen Zusammensitzender zu irgendwelchen verkündeten Beschlüssen verkommen ist, war es das jetzt und wird immerdar die keiner weiteren Einschätzung bedürftige Wahrheit sein?

Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.
Ein Akademikerleben lang habe ich in Berufungskommissionen gesessen und ich kann dem Rest der Menschheit bestätigen, was er eh schon weiß: oft genug kommt dabei methodisch vollkommen korrekt etwas heraus, was nicht einer der Beschlussfassenden gewollt hat. Aber FAKTUM ist es schon.

Die geschaffene Alternativlosigkeit kann man natürlich auch „DATUM“ nennen. Die Daten sind nun mal die...
Und wieder heißt der Latinismus ganz dürr in seiner zutreffenden Übersetzung nur : „Gegeben“.

Wie man es auch dreht und wendet: die Geber haben uns bis dato jede Menge Ohrfeigen und Schlimmeres GEGEBEN.
Und dass sie das GETAN haben, darauf sind sie auch noch stolz. Tatsache ist, dass ihre getanen Sachen, tatsächlich Tat-Sachen sind. Und wo ein Täter ist, sind die Opfer nicht weit.

Da kommt jede Interpretationsbedürftigkeit, die das bloggende Kommentariat zu Recht zwar anmeldet,.... aber um Wahlen zu spät.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Psychologie ist was Soziales,

oder aber sie erfindet sich halt freihändig einen Gegenstand in die blaue Luft hinein.

Der wilde Entschluss, in einem Gewaltverhältnis sich häuslich einzurichten, schafft eben den lebenswierig durchzuhaltenden Widerspruch keineswegs aus der Welt.
 
Aber Selbstentfremdung ist nun mal die Geschäftsgrundlage der Söldnerarmeen von Religionären und sonstigen selbständigen Therapeuten.

Montag, 22. Juni 2015

Miszelle zur Sprachwissenschaft


Die Veröffentlichung von Staatsverbrechen der unterschiedlichsten Kaliber wird in den mir bekannten Demokratien als ein Sicherheitsrisiko eingeschätzt.

Im Unterschied zu Einschätzungen irgendwelcher herbeibedankter Experten von Nachrichtensendungen sind solche Einschätzungen - ganz ohne Linguistik - Tatbestandsfixierungen.

Montag, 8. Juni 2015

G7 in 2015

Auf gerade mal 8-10 Polizisten entfiel die erdrückende Masse von einem sie begleitenden Demonstranten.

So viel Sicherheitsaufwand für den Schutz der Polizei wird von Sachfremden leicht als stark übertrieben befunden.