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Freitag, 8. Januar 2016

Bildungsgeschichte der Barbarei in nuce

»Der Weg der neuern Bildung geht
Von Humanität
Durch Nationalität
Zur Bestialität.“
(Grillparzer)

Jedem Grantler mit pädagogischen Neigung leicht nachvollziehbar.
Ob aber die beim ethischen Universalismus einsetzende Verfallsgeschichte bei den allgemeinverbindlichen höheren Werten der Bestie angelangt ist, scheint mir doch zu ungenau.

Die angeregte Bildungsgeschichte seit dem 18. Jhdt. wäre wohl präziser zu fassen mit:
Vom Humanismus
Durch sozialen Nationalismus
Zum marktkonformen Demokratismus.

Dienstag, 5. Januar 2016

Geschichtsformende Kräfte

Von der Geschichte bleiben nur jene Landstriche verschont, aus denen es absolut nichts zu holen gibt.

Samstag, 19. Dezember 2015

In dubio pro veritatem

Auf dem Territorium des Herrn genießt die Wahrheit eine nur mit Naserümpfen und scharfen Magensäurefalten um die Nase begleitete Existenz vom Hörensagen.

Das hat nämlich den Vorteil, dass es dann bei Hofe auch keine Lüge mehr gibt. 
 
Kann nicht mal einer diesen Erkenntnisskeptikern flüstern, dass man sich von den breit geöffneten Schenkeln für Offenbarungen auch zu einer ebenso spaßigen Scheide voranarbeiten kann: der von Ideologie und dem, was es als verordnete Uns-Gegebenheiten gibt?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Heideggers Martin und der Hass auf ontologisch

Die niedrigste, weil sich selbst erniedrigende Gesinnung ist der Hass: die vollendete Unfreiheit, die sich zur hohlen Überlegenheit aufspreizt.‘

Richtig, der Gepeinigte und durch Zwangsarbeit zu Gemüse Gemachte ist ja so was von hohl in seinem Souveränitätsgestus.
Nicht nur, dass er unter seinen Peinigern nicht frei ist – über Opfer braucht man kein Wort zu verlieren – er arbeitet sich selbst voran in die Vollendung des von anderen ihm vorbildlich angedeuteten Weges. 
 
Wer einen KZ-Schergen nicht liebt, zeigt nichts als den Superlativ von Gesinnungslumperei, die sich selbst beschmitzt.
Es gibt keine Opfer, orakelt die machtvoll überlegene Hohlheit.

Samstag, 5. Dezember 2015

Guten Stil

erkennt man daran, dass von zwei identischen Formulierungen nur eine der beiden einen Stich macht.

Beispiel:
Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
(Sokrates)

Die Kenntnisse, die die Alten nicht besaßen, waren sehr umfangreich.“
(Mark Twain)

Freitag, 23. Oktober 2015

Ein Bahnhof ohne Ticketschalter

Manche Traumbilder sind so verdammt realistisch und erkenntnisträchtig wie ein Erzählsel von Kafka.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Plagiatsvorwürfe

Ich weiß gar nicht, was die alle gegen das Abschreiben von schon bewährtem Geschriebenem haben?
Genau so geht es doch bei der Tradition zu, von deren unverzichtbarem Wert man überall soviel Lobenswertes hört.
Mal im Ernst, glaubt ihr wirklich, dass in Doktorarbeiten etwas anderes verwaltet wird als das Waltende?

Samstag, 5. September 2015

Dalis Standpunkt:

die Aufgeklärtheit der Vernunft, die Mittel und Zweck ins gedeihliche Verhältnis setzt, sieht sich groteskerweise ständig unterlaufen durch Irrationales.
Und dann droht da schon mal ein Krieg, und es geht keiner von denen ans Telefon, die das verhindern könnten, um dieses Missverständnis aus der Welt zu schaffen.


Dali ist deswegen die Kultfigur der Menge. Sie denkt genau so.


Kommt hinzu: Dali ist sozialgeschichtlich die letzte erfolgreiche Selbstinszenierung des Künstlers als Garant ideeller und lebensentwerfender Freiheit. Danach kamen nur noch die Glücksritter, deren Kurs der Markt bestimmt.

Mittwoch, 2. September 2015

Dali´s Erfolgsgeheimnis:

Der pornographische Tunnelblick  auf den Lustgewinn.
Da das Große und Ganze eine eher öde Markt- und Machthörigkeit für das davon gelangweilte Auge bietet, konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Übersättigung wie der Erschöpftheit auf die unmittelbare Einzelheit, deren Reiz Lust verspricht.


Diese Einübung der pornographischen Perspektive ist eine Begleiterscheinung auf dem Müllhaufen der künstlerischen Moderne. Das dort gelehrte legitimatorische Denken entdeckt in Bauschutt und giftigen Substanzen Lumpen aus Brokat, die triumphierend vorgezeigt werden.

Mittwoch, 12. August 2015

Eine nützliche Philosophie

namens Konstruktivismus erklärt dir Fakten zu Meinungen.

Wenn sie es dann noch schafft, die Wahrheit in die Mitte zu verlegen, hat sie damit nicht nur Extreme geschaffen, sondern den Umgang mit diesen Fakten als Kampfauftrag an die Mitte formuliert.
 
Andererseits und aufgemerkt!
Wenn die Katze die Mäuse aus dem Kornspeicher frisst, ist es da nicht egal, ob sie ein linker oder ein rechter Extremist genannt wird?

Freitag, 10. Juli 2015

Menschanschauung

Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann kein ganz Gerades gezimmert werden.“
(Kant)

Dieser grobe Zimmermann hätte gern was Brauchbareres unter den Händen gehabt.

Das Holz zitiert ihn seither stolz.

Montag, 6. Juli 2015

Subjekt


Latein: subiectum
  • unterworfen, unterwürfig gemacht, untergeordnet, ausgesetzt, preisgegeben, öffentlich versteigert... 
     
    Also ganz offensichtlich der Untertan des Staats, der dir alle Illusionen auszutreiben in der günstigen Lage ist.
Deutsch:
      • dieses hehre Ding im Nominativ am Satzbeginn, von dem alles andere abhängt, sozusagen der Herr seiner Wünsche und der Bedingungen ihrer Verwirklichung. In der Sprache.

        Also ein typisches Missverständnis des deutschen Idealismus.
Philosophie:
      • das handelnde Ich als der Indikator von Zuständen.
Man hat demnach die Freiheit, die servierten Dinge zu nehmen, wie sie einem querkommen.
Das hat doch die praktische Lebensweisheit des Opportunisten des Kapitalverältnisses auch ohne Philosophicum schon immer gewusst.
Immerhin würde das erklären, warum die Linke bislang vergeblich nach einem „revolutionären Subjekt der Geschichte“ gesucht hat.

Die Unverwechselbarkeit
des nationalstaatlichen Stiefelabdrucks in der Seele des Individuums sichert dem identitätsstiftenden Pesonalausweis seine Popularität.

Sicher ist am Individuum nämlich nur, dass dieser eingebildete Fant auch demnächst noch ein paar weitere merkwürdige Dinge über sich und seine Unverwechselbarkeit erfahren gemacht werden wird.

Samstag, 4. Juli 2015

Oswald von Nell-Breuning, SJ:

Wir stehen alle auf den Schultern von Karl Marx“. "...Alles was in der Meinung des Gegners an Wahrheitsgehalt enthalten ist [...] bis aufs Letzte ...anzuerkennen“.
 
Dieser Ahnvater der katholischen Sozialethik wird u. a. mit diesem Zitat auf der homepage der CDU für ihre Vereinsgeschichte reklamiert.

Pruuuust!!!

Nicht dass ich diesem Illusionär mit seinem Dialogfimmel mitten im Krieg der Klassen viel abgewinnen könnte, aber mit Hohn und Ätze zu zitieren, was der Kapitalerfüllungsgehilfin CDU zu zitieren beliebt, macht einfach zuuuu großen Spass.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Epikuräismus

Eine der bekannteren Lehren, wie man als mittelloses kleines Arschloch seine Glückseligkeit findet.
Hat in den letzten 2300 Jahren keine Anhängerschaft bei den großen Arschlöchern der Reichen und Mächtigen gefunden.

Der Ausgewogenheit wegen sollte man vielleicht erwähnen, dass der Hedonismus Epikurs beim akademischen Proletariat immer ein Renner war.

Samstag, 27. Juni 2015

Interessenkonflikt

Wird der Versicherungsvertreter seine Verwandtschaft verriestern? Also wissentlich Schaden zufügen mit etwas, das sie davor bewahren soll?

Wie das in der Wirklichkeit der Welt der Geschäfte ausgeht, weiß jeder, aber aus genau solchem Zeugs besteht die hochkulturelle Dramatik zur Hauptsendezeit.

Blogger

Kostenlose Politikberater.
Das kann doch nix sein, wenns nix kostet.
Das sieht man ja schon am ersten Politikberater der Geschichte des modernen Staats, diesem unverdaulichen, ungustuösen Marx.

Seit Anfang der aufgeschriebenen Geistesgeschichte immer das selbe: diese Platons glauben doch tatsächlich, dass sie im Staat was zu vermelden hätten, und dann auch noch was Besseres.

Und was ist?
Der Staat war trotz allem beratungsresistent : den Schierlingsbecher für diesen hinterfotzigen Sokrates.

Unberatene Fürsorglichkeit

Jugendgefährdende E-Books dürfen im Internet nur zwischen 22 und 6 Uhr angeboten werden, so das Börsenblatt . 
 
Liebe Buchdealer, zwischen 6 und 22 Uhr finden die von eurem Zartsinn Bewahrten ganz selbstständig zu den 24 Stunden geöffneten Porno-Portalen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Psychologie ist was Soziales,

oder aber sie erfindet sich halt freihändig einen Gegenstand in die blaue Luft hinein.

Der wilde Entschluss, in einem Gewaltverhältnis sich häuslich einzurichten, schafft eben den lebenswierig durchzuhaltenden Widerspruch keineswegs aus der Welt.
 
Aber Selbstentfremdung ist nun mal die Geschäftsgrundlage der Söldnerarmeen von Religionären und sonstigen selbständigen Therapeuten.

Montag, 22. Juni 2015

Freiheit

sei Einsicht in die Notwendigkeit, sagt uns der Philosoph.

Und was diese besagte alternativlose Notwendigkeit angeht, das verklickern uns freimütig in aller Freiheit unsere Herren.
Auf irgendwelche „vermeintlichen“ Freiheitsrechte verzichten sie dabei – darf ich Sie zitieren, Herr Innenminister Gall? - gern.