Posts mit dem Label Denken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Denken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. Dezember 2015

In dubio pro veritatem

Auf dem Territorium des Herrn genießt die Wahrheit eine nur mit Naserümpfen und scharfen Magensäurefalten um die Nase begleitete Existenz vom Hörensagen.

Das hat nämlich den Vorteil, dass es dann bei Hofe auch keine Lüge mehr gibt. 
 
Kann nicht mal einer diesen Erkenntnisskeptikern flüstern, dass man sich von den breit geöffneten Schenkeln für Offenbarungen auch zu einer ebenso spaßigen Scheide voranarbeiten kann: der von Ideologie und dem, was es als verordnete Uns-Gegebenheiten gibt?

Sonntag, 13. Dezember 2015

Samstag, 12. Dezember 2015

Gültigkeit und Geltung

Ich bin ein Freund von Aussagen, deren Richtigkeit auch dann Bestand hat, wenn ich nicht dabei bin, um darauf aufzupassen.

Gewaltliebhaber hingegen mögen jene Prügeleien, die im Obsiegensfalle Sätze in die Welt setzt, die einer kontinuierlichen Aufsicht bedürfen, soll ihre Geltung auch allgemein anerkannt werden.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Bilder und Fakten

versumpfen den Kopf, deshalb wird von daran interessierten Kreisen jeder ihnen genehme Datenvorrat in die Bildermedien hinein geflutet.

Für Kämpfer - welchen Dienstverhältnisses auch immer - sind beide Waffen aber nur bedingt tauglich in puncto des wünschenswerten Pawlowschen Gesabbers und des reflexartigen Feinde-Beißens.

Denn ein nicht gänzlich auszuschließendes, denkendes Verarbeiten von Fakten hat immer so etwas Beschämendes und echt Lähmendes beim Zuschlagen.
Und jedes Bild kann jederzeit vom Gedanken in eine ganz andere Richtung kontextualisiert werden.

Samstag, 5. Dezember 2015

Guten Stil

erkennt man daran, dass von zwei identischen Formulierungen nur eine der beiden einen Stich macht.

Beispiel:
„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
(Sokrates)

„Die Kenntnisse, die die Alten nicht besaßen, waren sehr umfangreich.“
(Mark Twain)

Donnerstag, 19. November 2015

Subjektivismus

Die philosophische Position, die behauptet, dass du denkst, was du denkst, nur deswegen denkst, weil du halt denkst, wie du denken musst.

Kinder glauben auch, dass die Welt verschwindet, wenn sie die Augen zumachen.

Sonntag, 15. November 2015

In einer "Konkurrenzgesellschaft"

    kann die Wahrheit über sie deswegen keinen Stich machen, weil sie nicht als Waffe bei der Durchsetzung in ihr taugt.

    Wie man sieht gehört zum Denken nicht eben viel: lediglich ein Gegenstand und der feste Vorsatz, dessen im Begriff liegenden Bestimmungsstücke rücksichtslos gegen die Meinungen über ihn ernst zu nehmen.

    Wenn man beispielsweise das herkömmliche „Konkurrenz belebt das Geschäft“ nach obigen Bestimmungsstücken des Denkens durchdenkt, stellt sich schnell heraus, dass sich - wegen mangelnder Durchschlagskraft des unbrauchbaren Resultats - das traditionell Gebräuchliche lieber an eine Verstetigung der Meinung darüber macht: „Das wird sich nie durchsetzen!“. 
    Dies versichern uns zum Prophetentum Konvertierte, die damit kundtun, alles in ihrer Macht Stehende daranzusetzen, dass ihre Prophezeiung sich selbst erfüllt.

Mittwoch, 11. November 2015

Lob des Polarisierens

An der - als Gegenpropaganda durchschauten - des Polarisierers bemerkt man mit schmerzlicher Plötzlichkeit, welch schwachsinniger Propaganda man bislang aufgesessen war.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Weisheit ist

zu lachen, wenn du - angesichts einer Welt voll Suppe - gesittet mit Messer und Gabel dasitzt.
Und dabei haben wir alle gedacht, nur die Dummheit hat nichts dagegen, wenn sie sich selber Schaden zufügt.

Hypothese

Es ist irgendwie aus der Welt geraten, dass eine probeweise Unterstellung keine Theorie ist.

Weil sie sich ungekränkt dafür halten darf, gilt jede simple Psychologisierung von Allem keineswegs für unansehnlich.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Der Geist der Gewalt


Der Geist – man mache sich keine allzu schmeichelhaften Vorstellungen von ihm – erkennt immerhin Unterschiede.
Die Gewalt anerkennt nur Ausschlüsse in ihrem Geist.

Sonntag, 6. September 2015

Durchwurstelei

Die Logiken machen aus Fakten 
einen durchaus brauchbaren Schuh.
Die Weisheit gesellt sich zwar ungern, 

aber notgedrungen dazu.

Samstag, 5. September 2015

Auf verlorenem Posten

Gelernt haben wirs im Sandkasten und im Kindergarten. Die Schule bestätigt nur das Gelernte: erfolgreiches Aufschneiden und die Alternative dazu: das Mitleidschinden.

Die Reife bescheinigt man uns, wenn diese Techniken zur alternativlosen Weltbewältigung sich verfestigt haben - eben bis zum Grade des kämpferischen Zurückweisens jedes Gedankens, der sich für dieses convenue als blossen Ausdruck von Verhältnissen interessiert, die den Leuten nicht bekommen.

Mittwoch, 19. August 2015

Donnerstag, 13. August 2015

„Ich frage mich...“


- Wenn Sie damit fortfahren, immer nur Sich zu fragen, dann wird das mit der Wahrheitsfindung nichts, Euer Ehren.
Wenn Sie schon auf die Zeugen nichts geben, dann müssen wir halt gemeinsam der Frage auf ihren Grund gehen.
Und das ist immer ein – von Ihrem wohlgefüllten Inneren unabhängiger - Sachverhalt.



Samstag, 4. Juli 2015

Anlass und Grund


Es ist ein großes Elend, dass der Wortschatz des zeitgenössischen Untertans nicht den seiner Politiker übersteigt.
So kommt es, dass beide nicht die Möglichkeit nützlicher Unterscheidungen kennen, z.B. die zwischen Lüge und Ideologie, Zweck und Sinn, oder Anlass und Grund.


Andererseits ist das ein großes Glück, weil allen Beteiligten all dies in der wuchtigen Idee einer „nützlichen Wahrheit“ zusammenfällt.

Montag, 29. Juni 2015

„Die Gedanken sie...hind frei...“

Angeblich kann die keiner erraten.
Wie kommt das bloß, dass ich so genau weiß, was ihr denkt?

Und der Verfassungsschutz kennt sogar meine.

Fakten

werden vom FOCUS und den etwas professionelleren Politikern geliebt: „Fakten, Fakten, Fakten.“
Und die, und nur die, gehören „auf den Tisch“.
Jeder, der damit befasst wurde, liest das schon ganz richtig als ein Unumstößliches, sich selbst als ein mit der Wahrheit identisch sich Ausweisendes.
Dabei heißt das lateinische Triumphgeschrei korrekt übersetzt bloß: „Getanes, Getanes, Getanes.“

Und daran soll es nichts der Diskussion Bedürftiges geben?
Bloß weil ein Haufen Zusammensitzender zu irgendwelchen verkündeten Beschlüssen verkommen ist, war es das jetzt und wird immerdar die keiner weiteren Einschätzung bedürftige Wahrheit sein?

Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.
Ein Akademikerleben lang habe ich in Berufungskommissionen gesessen und ich kann dem Rest der Menschheit bestätigen, was er eh schon weiß: oft genug kommt dabei methodisch vollkommen korrekt etwas heraus, was nicht einer der Beschlussfassenden gewollt hat. Aber FAKTUM ist es schon.

Die geschaffene Alternativlosigkeit kann man natürlich auch „DATUM“ nennen. Die Daten sind nun mal die...
Und wieder heißt der Latinismus ganz dürr in seiner zutreffenden Übersetzung nur : „Gegeben“.

Wie man es auch dreht und wendet: die Geber haben uns bis dato jede Menge Ohrfeigen und Schlimmeres GEGEBEN.
Und dass sie das GETAN haben, darauf sind sie auch noch stolz. Tatsache ist, dass ihre getanen Sachen, tatsächlich Tat-Sachen sind. Und wo ein Täter ist, sind die Opfer nicht weit.

Da kommt jede Interpretationsbedürftigkeit, die das bloggende Kommentariat zu Recht zwar anmeldet,.... aber um Wahlen zu spät.

Sonntag, 28. Juni 2015

Perspektivisch

  • „Das siehst du halt so aus deinem Blickwinkel.“
  •  „Die Perspektive soll also verunmöglichen, dass ich weiß, wovon ich rede? Weißt du tatsächlich nicht mehr als deine Kamera?
  •  
  • "Das ist halt meine Meinung."
  • "Wie ich sehe, funktioniert dein Gedächnis prima."

Donnerstag, 25. Juni 2015

Beziehungswahn

Eine Geistesverformung, die nichts auf der Welt bei sich selbst und den ihnen zukommenden Beziehungen belässt, sondern einem gegenstandsjenseitigen Bedeutungssystem ein- und unterordnet.
Beispiel:
Das bis heute gültige Klassifizierungssystem des Botanikers Carl von Linné (Systema Naturae), das die Flora nach der Verschiedenartigkeit ihrer Reproduktionsorgane (Blüten) durchsortiert, wurde vom seinerzeitigen Papst auf den „Index der verbotenen Bücher“ gesetzt, weil es sich in abscheulich unzüchtiger Weise mit den Geschlechtsorganen der Pflanzenwelt abgibt.
Diese ungute Neugierde in Bezug auf die Fortpflanzungsgepflogenheiten der inneren und äußeren Geschlechtsorgane der Pflanzen füge der Seele des Gläubigen Schaden zu.

- Dass alles Tun und Lassen westlicher Politiker sich ihrem Bestreben um Frieden und Freiheit und deren beider beziehungsreiche globale Vernetzung einordne, gilt heute keineswegs als Wahn, obwohl sich diese Denkfigur durch nichts unterscheidet von dem Weltbild aller übrigen skurrilen Sekten.

- In institutionalisierter Form:
Die Allianz für Frieden und Freiheit (engl. Alliance For Peace And Freedom, APF) ist eine rechtsextreme politische Partei auf europäischer Ebene. Sie wurde am 4. Februar 2015 gegründet (Quelle: Wikipedia)