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Freitag, 8. Januar 2016

„1000 Ideen, die Welt zu verbessern“

So der - passable Auflagenhöhen versprechende - Titel eines Buches, dessen Drucklegung zumindest die Lage des Autors verbessert.

Abgesehen davon gilt: Die Behebung eines sozialen Problems durch individuelle Rührigkeit hat noch nicht mal beim „Aschenputtel“ funktioniert.

Freitag, 1. Januar 2016

Die Menschenrechte


sind in einem dicken Buch aufgeschrieben und eignen sich hervorragend dazu, von Außenministern propagandistisch in Stellung gebracht zu werden.
Dann ist immer viel die Rede von Freiheit.

Das Wortfeld der Unterdrückung, auf dessen Entsprechung in der Wirklichkeit das Buch die Antwort ist, muss man sich allerdings erst mühsam rekonstruieren, so sehr ist es aus dem Bewusstsein verdrängt worden.

Und Unterdrückte gibt es schon gleich gar nicht.
  • Das unterdrückte Geschlecht? Gibt es nur im Islam.
  • Hartz IVer? Alles Sozialschmarotzer.
  • Terrorherrschaft? Ist den Terroristen vorbehalten.
  • You name it. But whatever you call it:
  • MINE IS ITS DEFINITION.

Freitag, 18. Dezember 2015

Politik sei „die Kunst des Machbaren“,

gibt uns ein geläufiger Spruch – vermutlich aus dem Munde eines Politikers - zu verstehen.
Nicht sehr lichtvoll, weil das Suffix -bar nur auf die abstrakte Möglichkeit
von allem Möglichen, und das ist unbegrenzt, hinweist.

Genauso tiefsinnig wie: Politik ist beseitigbar. Und? Geschieht was in der Richtung?

Das Spannende ist doch wohl, WAS sie macht.

Das alles, was sie tatsächlich macht, ist aber aus dem Schussfeld, das sie selbst macht, wenn sie zu einer Kunst mit diesen seltsam unbefriedigenden Resultaten verfabelt wird. 
 
Mein advocatus diaboli macht mich darauf kichernd aufmerksam:
Eins wird ja der Schreiber dieser Sottisen wohl nicht leugnen können: zu mehr an Potentialität waren die potenten Macher halt nicht potent.

Dienstag, 15. Dezember 2015

„Wie war das bloß möglich?“

So die beliebte - Entsetzen simulierende - Frage des naiven Mitläufers nach der Genese von etwas, das keiner gewollt hat.

Seht euch doch um, Leute.
Genau so.

Samstag, 12. Dezember 2015

Der Klimagipfel

hat - wie von uns allen zu erwarten war - schon wieder nichts gebracht. Es sei denn, nicht sanktionierbare, bindende Absichtserklärungen wären auch schon was. 
(Und schmerzlich teuer kommt uns Steuern Zahlende das Vorhaben sowieso.)
 
Sollte das geringfügige Resultat an den ihn Aufführenden gelegen haben, gibt es eine naheliegende Überlegung: mit denen wird auch der nächste Gipfel nichts werden!

Und schon knallt mir die Konsensgesellschaft die Tür vor der Nase zu: „So einen wie dich können wir hier nicht gebrauchen.“

Stimmt. 
Ich lasse mich sowieso nicht gebrauchen. 
Obwohl, brauchen könntet ihr mich schon.

Rassismus mal so

Ich habe ja gar nichts gegen die Weißen, aber als Neger man wird ja wohl mal sagen dürfen, dass die mit einem ganz üblen Hautdefekt behaftet sind. Lauter geradezu krankhaft lepröse Krüppel.“

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Doppelmoral

Schwer von Begriff wie ich nun mal bin, will mir einfach nicht in den Kopf, warum und bei wem der Vorwurf der „Doppelmoral“ überhaupt einen Stich machen sollte?
Was soll denn da doppelt sein, wenn die einen, wie die andern, Massen von Leuten umbringen und die Überlebenden in Flucht und schmerzdurchtobten Untergang treiben? Das Selbe nicht das Gleiche?

Das nimmt euch doch keiner ab, dass das eine Programm von hirnentkernten Killern ethisch geboten, während das andere verwerflich sei.

Oder doch?
Ob es so etwas wie moralisch verseuchte Gehirne gibt?

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Gemeinschaftserlebnis

Das, was man hat, wenn man kurz mal vergisst, dass - und wie - man schon vorher dazugehört hat.

(siehe > Heimat)


Sonntag, 29. November 2015

Gutmenschen und Systemkritiker

Neuerdings wird es hoffähig, sich als Gutmensch zu outen. Also als einer, der die Moral auf seiner Seite weiß, wenn er auf die Leute schimpft.
Das mag er gerne zu seinem Privatvergnügen tun, aber es ist ein Missverständnis, wenn dergleichen als Kapitalismuskritik ausgegeben wird.

So einer hält als nicht approbierter Ethikphilosoph oder als religiös motivierte Moralwachtel die ungeliebten Auswirkungen des Kapitalverhältnisses für abhängig vom guten oder bösen Willen seiner Agenten.

Nun ist es aber an dem, dass man seine ideelle Unterwerfung unter einen Gott namens Mammon schon gefahrlos kündigen kann, ist der inkriminierte böse Mammon aber eine Metapher für die materielle Abhängigkeit vom Kapital, tut man dies mit dem erheblichen Risiko, seine bürgerliche Existenz zu verlieren.

So ein Gutmensch versuche doch bloß einmal, seine Miete dauerhaft dem schnöden Immobilienhai vorzuenthalten, um ihm Anstand im Umgang mit seinen Mietern beizubringen.

Psychologisierung

Wem zur Sache nichts Pertinentes einfällt,

der wird mit Impertinentem gegen Menschen ausfällig.

Keine innere Sicherheit ohne Krieg.

Früher war das mit der Radikalisierung mal ein Gedankengang, der einer Sache auf den Grund gehen wollte, und bei dieser Aberration unangenehm auffiel.

Heute wird in aller Öffentlichkeit radikalisiert, dass es nur so scheppert. 
 
Kaum erinnert ein durchgeknallter Haufen an die unangenehmen Grundwahrheiten des kriegerischen Ausgelöschtwerdens, schon radikalisiert sich der Westen mit allgemeiner Billigung bis in die nächsten Kriege hinein.

Montag, 16. November 2015

Die mit dem Hammer philosophieren

Einem Politiker nahezulegen, er möge doch bitte endlich mal sein Tun reflektieren lernen, verbreitet dreist die vorsätzliche Täuschung, Politiker hätten beim Geschäft des Zuschlagens um die Folgen ihres Tuns zu wissen.
Die Dreistigkeit besteht in der Zumutung an den Verstand, es sei ihm doch bitte eine wohltuende Gewalt vorstellbar.

Flüchtlingsunterkünfte abfackeln!

Deutscher Arbeiter, die Flüchtlinge wollen dir deine Villen auf den Bermudas wegnehmen!“
(Mit Dank an Klaus Staeck)

Sonntag, 15. November 2015

In einer "Konkurrenzgesellschaft"

    kann die Wahrheit über sie deswegen keinen Stich machen, weil sie nicht als Waffe bei der Durchsetzung in ihr taugt.

    Wie man sieht gehört zum Denken nicht eben viel: lediglich ein Gegenstand und der feste Vorsatz, dessen im Begriff liegenden Bestimmungsstücke rücksichtslos gegen die Meinungen über ihn ernst zu nehmen.

    Wenn man beispielsweise das herkömmliche „Konkurrenz belebt das Geschäft“ nach obigen Bestimmungsstücken des Denkens durchdenkt, stellt sich schnell heraus, dass sich - wegen mangelnder Durchschlagskraft des unbrauchbaren Resultats - das traditionell Gebräuchliche lieber an eine Verstetigung der Meinung darüber macht: „Das wird sich nie durchsetzen!“
    Dies versichern uns zum Prophetentum Konvertierte, die damit kundtun, alles in ihrer Macht Stehende daranzusetzen, dass ihre Prophezeiung sich selbst erfüllt.

Sonntag, 25. Oktober 2015

"Verrohung"

ist die raffinierte Delikatesse der Angesehenen, auf denen der Blick der Unansehnlichen buchstäblich länger und öfter verweilt, weil es nämlich ausschliesslich auf sie ankomme.

Samstag, 24. Oktober 2015

Schwarz – Rot - Gold

Schwarz wie ein „wunderbarer Neger“.
Rot wie die blutigen Augen und Köpfe des demonstrierenden Unbedachts
Gold wie es uns ja noch geht“.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Fact and fiction

Wenn es stimmnt, dass 19 amerikanische Großkonzerne mit lukrativen Verbindungen zu der anderen Hälfte global agierender Konzerne die Weltwirtschaft kontrollieren, dann irren sich die 90 % der Amerikaner, die ihre Regierung für inkompetent halten.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Weisheit ist

zu lachen, wenn du - angesichts einer Welt voll Suppe - gesittet mit Messer und Gabel dasitzt.
Und dabei haben wir alle gedacht, nur die Dummheit hat nichts dagegen, wenn sie sich selber Schaden zufügt.

Donnerstag, 10. September 2015

Aus fremder Feder

"Wenn du Ärger haben willst, Sohn, dann solltest du dir welchen suchen, der dir Profit bringt, nicht nur Selbstverwirklichung. Vergiß das nie."
(Daniel Woodrell)

Montag, 7. September 2015

Die in den Medien grassierende Xenophilie

deutschsprachiger Privatleute ist nicht nur ein gefundenes Fressen für die leeren Stellen in Gehirn und Herz der Journaille.

Sie ist auch ein Beleg dafür, dass man sich nur zu gerne von der eigenen Moralität übertölpen lässt, und das am Ende auch noch für Flüchtlingspolitik hält.